Der Ausbau zum interaktiven Bergbaumuseum "Wetzsteinstollen" geht voran! - siehe Link
Seit dem 16. Jahrhundert wurde der in unserer Gegend vorhandene Sandstein in vielen kleinen Steinbrüchen abgebaut. Normaler Sandstein wurde für den Hausbau verwendet, die nur daumendicke, besonders feine und harte Schicht verarbeitete man in Heimarbeit zu Wetzsteinen weiter, die gewinnbringend verkauft wurden.
Allmählich waren die von der Gemeinde Jux betriebenen Wetzsteinbrüche erschöpft. Um die Produktion aufrecht erhalten zu können, entschloss man sich im März 1881, in den Berg hineinzugraben. So entstand der in Deutschland einmalige Wetzsteinstollen. Um 1920 wurde die Produktion eingestellt und der Stollen durch Sprengung verschlossen. Im Jahr 2001 wurde der Stollen von Mitgliedern des FVV wiederentdeckt und ein Jahr später freigelegt. Der Stollen soll als Besucherbergwerk ausgebaut werden, in dessen Museum man sich über die Geschichte und Technik der Wetzsteinmacherei informieren kann. Weitere Informationen auf der eigenen Homepage.
Tipp:Der Bergbaulehrpfad und die Rundwanderwege J4 und N4 führen Sie hin!
Glasmuseum in Spiegelberg
Das Glasmuseum Spiegelberg zeigt die Geschichte und Produkte der Glas- und Spiegelmacher im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Fundstücke von den Glashütten-standorten und Spiegel aus Spiegelberg, ergänzt um weitere Exponate, zeigen, welch hohe Glaskunst einst in dieser Region gefertigt wurde. Bilder, Texttafeln und das Modell einer Glashütte stellen das Leben, die Arbeitswelt, die Produkte und die vielen Facetten der Glasherstellung in den einzelnen Jahrhunderten anschaulich dar und nehmen den Besucher auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mit.
Mit Blick zur Schwäbischen Alb, Kraichgau, Mainhardter und Welzheimer Wald
Bereits 1882 baute der Schwäbische Albverein auch auf dem 533 m hohen Juxkopf einen einfachen Aus- sichtsturm, der aber 1902 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Sein etwas stabilerer Nachfolger wurde 1932 durch den heutigen 22 m hohen, an schöne Limesbauweise erinnernden Aussichtsturm ersetzt. Die Pläne hatte Revierförster Pfitzenmaier ausgearbeitet, der den Bau auch leitete. Das kleine Wanderheim mit 20 Schlafplätzen kam 1936 dazu. Der Turm wird vom Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Jux betreut und ist an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Der Schlüssel für den Turm ist aber auch im Gasthaus Löwen in Jux erhältlich.
Tipp: Die Rundwanderwege J2, J4, der Kinderwanderweg und der Vogellehrpfad führen Sie hin!
Burgruine Nassach
Kaum mehr sichtbare Reste einer mittelalterlichen Kleinburg.
Keine 500 m Luftlinie vom Warthof lag am gegenüber-liegenden Hang des Winterlautertals eine weitere kleine Burg, von der aber nichts bekannt ist. Nur noch die beiden Halsgräben und eine ebene Fläche für ein Gebäude sind im Gelände erkennbar.
Tipp: Der Bergbaulehrpfad führt Sie hin!
Feldbahn (MSGB)
Private Kleinbahn an der Prevorster Straße in Spiegelberg.
1985 eröffnete ein Eisenbahnliebhaber auf seinem Grundstück eine Feldbahn in 600 mm Spurweite. Fahrbetrieb findet an besonderen Wochenenden und nach Voranmeldung statt.
Der Vogellehrpfad ist eine Initiative des NABU. Entlang des Weges informieren schön gestaltete Tafeln über die heimische Vogelarten. Auch ist eine Nistanlage für Hautflügler (Wildbienen usw.) zu bestaunen.
Tipp: Der RundwanderwegJ3 führt Sie hin!
Silberstollen in Spiegelberg
"Glück auf den Bau zu Gott in Gaisberg"
Die Suche nach Gold und Silber hat im Schwäbischen Wald schon lange aufgehört, aber eine Wanderung zu den historischen Orten des "Silberrausches" in reizvoller und wunderschöner Landschaft lohnt sich heute dafür umso mehr. Zur wechselvollen industriellen Geschichte Spiegelbergs gehörte die Suche nach Kohle und Silber, an der Friedrich List und Prälat Oetinger um das Jahr 1772 beteiligt waren. Unseriöse Glücksritter schlossen sich der Bewegung an. Verschiedene Stollen wurden angelegt und es wurden immer wieder neue Geldgeber gefunden. Doch die erhofften Erfolge blieben aus. 1776 schwand die Hoffnung und die Bergbauversuche wurden eingestellt. Unter den Geldgebern war auch Hauptmann Johann Kaspar Schiller, der Vater von Dichter Friedrich Schiller. Auch sein investiertes Geld war verloren und "Spiegelberg" war im Hause Schiller mit keiner guten Erinnerung verbunden. Deshalb wohl nannte Friedrich Schiller in 'Die Räuber" den schlimmsten Schurken "Spiegelberg". Vom Parkplatz beim Silberbrunnen an der Straße zwischen Spiegelberg und Prevorst geht der kleine (2 Km) Silberstollen-Rundweg rechts bergauf. Gutes Schuhwerk ist erforderlich. Der Stollen hat etwa 22 m Länge. Zum Schutz der dort wohnenden Fledermäuse wurde er mit einem Schutzgitter versehen.
Tipp: Auch der Rundwanderweg S4 führt Sie hin!
Tobelschlucht
Ein schmaler Räuberpfad führt vom Bodenbachtal zum Hohlenstein und von dort weiter bis nach Großhöchberg. Steile Sandsteinfelsen und große Findlinge säumen den wildromantischen Weg. Griffige Wanderschuhe sind erforderlich.
Tipp: Der Rundwanderweg G3 führt Sie hin!
Naturdenkmal "Hohler Stein"
Man kann es kaum glauben. Ein kleines Rinnsal hat über Jahrtausende einen Sandsteinfelsen in abenteuerlicher Weise aus- und unterhöhlt.
Tipp: Der Rundwanderweg G3 führt Sie hin!
Bodenbachschlucht
Ein abenteuerlicher Pfad führt Sie vom Bodenbachtal durch die zerklüftete Schlucht auf die Höhe von Vorderbüchelberg. Steile Felshänge und Felsformationen lassen Sie staunen und den Aufstieg schnell vergessen. Viele Vogelarten sind in dem Naturschutzgebiet heimisch. Griffige Wanderschuhe sind erforderlich.
Tipp:Der Rundwanderweg V2 führt Sie auch durch die Schlucht!
Hüttlenwaldschlucht
Alpinartiger Direktaufstieg vom Senzenbachtal über den Zoll-stock zum Juxkopf. Der Weg führt an einer Stelle über eine eingeklemmte Felsplatte, das "steinerene Brückle". Auch wurde ein riesiger Sandsteinfels über Jahrtausende von einem kleinen Bach eindrucksvoll aus- und unterhöhlt.
Tipp:Der Rundwanderweg J2 und der Kinderwanderweg führen Sie hin!
Greutfeld
Mit 563 m höchster Punkt der Gemarkung Spiegelberg. Fern-sicht über die Löwensteiner Berge, den Mainhardter Wald bis ins Hohenloher Land.
Tipp:Der Rundwanderweg G3 führt Sie hin!
Nassacher Eb
Mit 535 m etwas höher als der Juxkopf. Herrliche Fernsicht. Bei den 3 Eichen (auch im Spiegelberger Wappen) findet alljährlich die Sonnwendfeier statt. Im Winter schöne sonnige und ebene Rundloipe.
Tipp:Die Rundwanderwege J4, N1,N2 und N4 führen Sie hin!
Lautertalschanze (Skisprungschanze)
Bereits 1931 wurde von den Mitgliedern des 1920 gegründeten Sportvereins eine kleine Schanze gebaut und im Winter 1932 eingeweiht. Der weiteste Sprung betrug 25 m. Die Anlage aber war "zu gefährlich" und wurde 1939 vom Skiverband für Meisterschaften gesperrt. Unter dem rührigen Förster und Skifahrer Pfitzenmaier entstand 1941 die heutige Anlage, die Sprünge um 40 m erlaubt. Mit dem Ausbau der Lautertalstrasse in den 80er Jahren wurde der Auslauf in bedenklicher Weise verkürzt, aber mehr noch stellen die immer wärmeren Winter die Durchführung von Skisprungwettkämpfen in Frage. Im Jahr 2002 fand jedoch aufgrund der günstigen Schneeverhältnisse wieder nach langer Zeit ein Skispringen vor tausenden begeisterten Zuschauern statt!
Tipp: Der Rundwanderweg S1 führt Sie hin!
Die "Kurzacher Madonna"
Von der Dorfgemeinschaft Kurzach erhielt 1989 der bekannte Steinmetz und Bildhauer Berthold Teske - heute wohnhaft in Kremmen (Brandenburg) - den Auftrag einen Dorfbrunnen für den Dorfplatz zu gestalten. Schnell wurde ein scheinbar geeigneter Steinbrocken (15 Tonnen) in einem nahen Steinbruch gefunden. Um den Stubensandstein auf seine Eignung für das Projekt zu prüfen, hat der Künstler vor Ort direkt im Steinbruch eine kunstvolle Probearbeit in den Fels gemeißelt. So entstand innerhalb weniger Stunden die sogenannte „Kurzacher Madonna". Durch das kleine Kunstwerk hat der Steinbruch eine mysteriöse Ausstrahlung bekommen. Der Ort wird gerne auch zur stillen Meditation genutzt. Den Steinbruch finden Sie oberhalb von Kurzach, unweit der Abzweigung nach Prevorst / Altersberg. Er liegt rechts neben der Straße vor der scharfen Linkskurve.
auf dem "Kulturbuckel" Großhöchberg ist schon längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein Muss für alle Klein-kunstinteressierten. Also nichts wie hin.
Tipp: Die Rundwanderwege G1, G2 und G3 führen Sie daran vorbei!
Unterstand aus Sandstein
Der Wiederaufbau des zerstörten Unterstandes wurde 1927 von dem damaligen Revierförster Hermann Pfitzenmaier veranlasst. Bei Sturm, Starkregen und Gewitter bot er den Waldarbeiter/innen Schutz. In den umliegenden Orten wird von den "Alten" erzählt, dass er früher auch gerne von Pärchen als geheimer und verschwiegener Treffpunkt aufgesucht wurde.
Das große alte Haus in der Juxerstr. 4 in Spiegelberg fällt einem gleich ins Auge. Erbaut wurde es um 1770. Es hat drei Geschosse und besteht aus Mauer- und Fachwerk mit einem Mansart-Halbwalmdach. Es hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Bereits 1773 wurde es vom herzoglichen Kirchenrat von Spiegelfabrikdirektor Christoph Hummel gekauft. 1795 kaufte es der Fabrikant Friedrich Holzmann. Dieser veräußerte es 1799 an den Hofmarschall Friedrich Camill Marquis von Montperny, dessen Frau die "Französchische Gräfin" war. Louis Bruckmann erwarb es 1816. Dann wurde es 1880 zwangsversteigert. Den Zuschlag erhielt Friedrich Wüst. Danach kam es in den Besitz der Familie Weinmann. Die Gebrüder Friedrich und Robert Weinmann betrieben einen Gemischtwarenladen (bis ca. 1960) und eine Naturwetzsteinfabrik (bis 1925). Das unter Denkmalschutz stehende Haus gehört heute einer Eigentümergemeinschaft. Es ist bewohnt und nicht zu besichtigen.
Gräfliches Hohl
Von 1799 bis 1816 wohnte in Spiegelberg im heutigen Weinmann´schen Haus der Hochfürstliche Markgräfliche Badische Hofmarschall Friedrich Camill Marquis von Montperny mit seiner Familie. Vom Keller des Hauses soll ein unterirdischer Geheimgang bis auf den jenseits der Lauter gelegenen Kunzenbuckel geführt haben. Dort befindet sich tatsächlich eine in den Fels gehauene Wendeltreppe, die durch einen brunnenartigen Schacht etwa 2 m tief hinunter und durch eine Felsentür wieder ins Freie führt. Diese Treppe wird als „Gräfliches Hohl" bezeichnet. Denkbar wäre es, dass der Marquis in den unruhigen Zeiten der napoleonischen Kriege einen solchen zum Schutze seiner Familie anlegen ließ. Gesicherte Beweise dafür gibt es aber nicht.
Tipp: Unsere Wanderführer/innen führen Sie hin!
Burgruine Wart beim Warthof
Die Burg wurde um 1200 vom badischen Markgrafen als Schutz- und Trutzburg errichtet und kam 1297 als Mitgift einer badischen Prinzessin an den Grafen von Württemberg. Sie wechselte in der Folgezeit häufig den Besitzer und wurde 1525 von aufständischen Bauern niedergebrannt. 1759 kaufte ein Freiherr von Gaisberg die Ruine und erstellte ein als Hofgut bezeichnetes Bauernhaus mit Scheune. 1862 kaufte der Staat das Anwesen. Das Bauernhaus wird Forsthaus, die Wiesen und Äcker werden aufgeforstet. Noch heute ist die ringförmige Anlage mit Graben und zum Teil noch recht hoch aufragenden Mauern gut zu erkennen.
Tipp: Die Rundwanderwege N3 und N4 führen Sie hin!
Bergbaulehrpfad
Auf dem 5,5 Km langen Lehrpfad wird auf zahlreichen Tafeln über den Bergbau und die zahlreichen Bergbauversuche im Schwäbischen Wald informiert. Höhepunkt der Wanderung ist der in Europa einmalige Wetzsteinstollen mit Außenanlage bei Jux. Der Stollen wird zur Zeit zu einem Besucherbergwerk ausgebaut. Start ist der Wanderparkplatz "Winterlauter". Auch ist der Lehrpfad von Jux und von Nassach aus gut zu erreichen. Durch den Hin- und Rückweg verlängert sich die Strecke um ca. 4 Km.